Das Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales für hat uns als Gremium berufen, so dass wir seit dem 21.09.2020 die Pflegekammer des Landes NRW gründen. Wir sind 38 Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege, die in unterschiedlichen Settings arbeiten.

 

In den ersten Monaten haben wir (unter Corona-Bedingungen, also hauptsächlich in Videokonferenzen) eine Hauptsatzung und eine Entschädigungsordnung erarbeitet, die Meldeordnung wurde in der Ausschusssitzung am vergangenen Donnerstag beschlossen.

Der Errichtungsausschuss ist schon eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes und wird dann durch die Pflegekammer abgelöst. Wir sind demnach schon ein Organ mit Selbstbestimmungsrechten für den Berufsstand der Pflege. Wie bei allen Heilberufskammer in Nordrhein-Westfalen, ist unsere Rechtsaufsicht das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW. Alle unsere Satzungen und Ordnungen werden durch diese Rechtsaufsicht auf Gesetzmäßigkeit hin überprüft und veröffentlicht. Dies ist bei Hauptsatzung und Entschädigungsordnung schon erfolgt.

Sobald auch die Meldeordnung veröffentlicht wurde, können wir mit der Registrierung unserer Mitglieder, also der Pflegefachpersonen in NRW starten. Hierzu werden wir auf die Arbeitgeber zugehen.

Unsere Aufgabe ist die Stärkung der Pflege, die Interessenvertretung und auch die Weiterentwicklung des Berufsstandes. Wir freuen uns darauf, diese Entwicklung mit gestalten zu können!

Mitglieder des Errichtungsausschusses Pflegekammer NRW

Vorstand des Errichtungsausschusses (v.l.: Ludger Risse, Gudrun Haase-Kolkowski, Sandra Postel und Jens Albrecht)

 

Minister Laumann hat die Mitglieder des Errichtungsausschusses berufen und auf der konstituierenden Sitzung am 21. September 2020 als erstes Organ der Kammer in Essen begrüßt.

Das Ministerium hatte aus dem Kreis der Berufsangehörigen, die von Fachverbänden und Gewerkschaften vorgeschlagen worden sind, zuvor 19 Mitglieder und 19 stellvertretende Personen in den Errichtungsausschuss bestellt. Dabei sind alle Tätigkeitsfelder von Pflegefachpersonen berücksichtigt worden. 

Mitglieder des Errichtungsausschusses sind: Elke Alaze, Jens Albrecht, Lukas Böckenholt, Anja Claus, Maren Froböse, Izabela Gierlata, Gudrun Haase-Kolkowski, Petra Krause, Josef Krückels, Sabrina Moskei, Sandra Katharina Postel, Ludger Risse, Sascha Saßen, Thomas Stiefelhagen, Sonia Tabiadon, Goran Vogt, Daniel Weigert, Sonja Wolf und Stephanie Zurmöhle.

In seiner konstituierenden Sitzung hat der Errichtungsausschuss Sandra Postel als vorsitzendes Mitglied und Ludger Risse als stellvertretendes vorsitzendes Mitglied gewählt. Gudrun Haase-Kolkowski und Jens Albrecht komplettieren den vorläufigen Vorstand. 

Ausblick

Bis zur Wahl des Vorstands durch die Kammerversammlung im Frühjahr 2022 nehmen sie dessen Aufgaben und Befugnisse wahr, soweit dies im Rahmen der Errichtung der Pflegekammer erforderlich ist.

Der Errichtungsausschuss hat die Aufgabe, die Pflegekammer als moderne Selbstverwaltungsbehörde und berufsfachliche Interessenvertretung der Pflege aufzubauen. Dazu gehört neben der Auswahl geeigneter Räumlichkeiten und deren Ausstattung auch der Aufbau einer Geschäftsstelle und die Beschaffung einer leistungsfähigen IT-Ausstattung sowie die Erarbeitung der wichtigsten Satzungen.

Der Errichtungsausschuss kann auf die Vorarbeit eines Pflegefachlichen Beirats, der das Ministerium bis Anfang 2020 beraten hat, zurückgreifen.

Wichtige Aufgaben des Errichtungsausschusses sind die Registrierung der Kammermitglieder und die Vorbereitung der ersten Kammerversammlung im Jahr 2022.

Erst die Kammerversammlung als demokratisch gewählte Vertretung aller Pflegefachkräfte wird die Satzungen verabschieden, die unmittelbar die Pflegeprofession betreffen. Dazu gehören beispielsweise der Erlass einer Berufsordnung sowie Fort- und Weiterbildungsordnungen.