Zukünftige Pflegekammer NRW reagiert auf das Wahlergebnis der Pflege in Schleswig-Holstein

Der Errichtungsausschuss der Pflegekammer NRW bedauert die Entscheidung der
überwiegenden Mehrheit der Pflegekolleginnen und -kollegen in Schleswig-Holstein. In ihrer
gestrigen Ausschusssitzung wurden die Mitglieder und Stellvertretungen mit dem Ergebnis
konfrontiert, dies hat eine allgemein starke Betroffenheit ausgelöst. Sie haben sich für die Pflege
in Deutschland ein anderes Votum gewünscht.

Einhellige Meinung der Anwesenden sich davon nicht von ihrem Ziel abbringen lassen, die
Pflegekammer NRW zu errichten und die Pflege so nach vorne zu bringen. Insbesondere kann
eine starke Kammer dafür sorgen, dass sich die Situation der Pflege verbessert und eine andere
Wahrnehmung in der Gesellschaft bekommt. Pflege muss an den politischen Gremien beteiligt
werden, um strukturelle und Umsetzungsprozesse zu begleiten und im Gesundheitswesen neu
gestaltet werden.

Wir in NRW wollen daraus lernen nach unserem Motto „Zuhören, verstehen, Handeln“,
deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen:

Schreibt uns , was Euch bewegt!

 

 

Mit Bestürzung wurde das Ergebnis der Befragung zur Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein vom Vereinspräsidenten des Förderverein Pflegekammer in NRW, Heinz Günter Niehus, aufgenommen.

Vor ungefähr fünf Jahren  haben sich die Mitglieder des Fördervereins Pflegekammer in NRW über die  Verabschiedung des Kammergesetzes in Schleswig-Holstein gefreut. Leider  müssen wir nun das  negative  Ergebnis der Befragung unsere Berufsgruppe erleben. Wenn  die Landtagsabgeordneten in Schleswig-Holstein sich nicht  noch einmal. Besinnen und genau überlegen , was sie hier tun, nämlich ein von ihnen selbst verabschiedetes Gesetz zu Fall bringen, ist hier ein große Chance für die beruflich Pflegenden in Schleswig-Holstein vertan.

Das Gesundheitssystem in Deutschland und damit auch die vorgegebenen Strukturen der Pflege, werden in einem System der Selbstverwaltung und der politischen Steuerung gestaltet. In den meisten Bundesländern ist Pflege hier nicht vertreten. Das bedeutet eben, dass über die Pflege und nicht mit der Pflege entschieden wird. „Ein System der Kammern wie auch in den anderen Gesundheitsberufen in Deutschland fest etabliert, ist die einzige Möglichkeit aus dieser Falle herauszukommen“. Hier muß Pflege als anderer Heilberuf endlich integriert werden.

Es wurde auch hier wieder deutlich, dass die politischen Entscheider eher an ihre Wiederwahl denken und sich von einigen Lautsprechern ins Bockshorn jagen lassen. Statt die von Ihnen durch Gesetzesbeschluss selber installierte Pflegeberufekammer zu unterstützen, erpressen sie diese mit einer verspäteten Anschubfinanzierung und machen auch in keinster Weise deutlich, dass der von der Pflegeberufekammer erhobene Mitgliedsbeitrag vollkommen rechtens und zu errichten ist. Hier wäre ein klares Wort der zuständigen Ministerin angezeigt gewesen.

Die Kolleginnen und Kollegen in Schleswig-Holstein haben sich durch ihr Votum selber ins Aus geschossen und werden wohl auch in Zukunft mit Beifall und  Lavendel vorlieb nehmen müssen. Ähnliches ist leider auch in Niedersachsen die Zukunft der beruflich Pflegenden. Es ist dringend ein Umdenken geboten, sowohl bei den beruflich Pflegenden als auch den politisch Handelnden.

In NRW werden wir nicht nachlassen und sind mit dem Errichtungsausschuss und den dort Handelnden auf einem guten Weg.

Der Errichtungsausschuss der Pflegekammer NRW sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt:

Mitarbeitende / Sachbearbeitende für den Bereich Mitgliederverwaltung (m/w/d)

Stellenausschreibung im PDF - Download

Zuhören, Verstehen und Akzeptieren:


Tagesthema: Was kostet mich die Pflegekammer?

Der dritte Kammerdialog NRW greift ein spannendes Thema auf: Was kostet die Pflegekammer aus Sicht der Mitglieder. Dabei geht es nicht nur um den Kammerbeitrag.

Müssen dazu noch teure Pflichtfortbildungen selber finanzieren werden?
Wird es Staffelbeiträge, oder eher Einheitsbeiträge geben?
Wie wird es mit Geringverdienern sein?
Auch in dem Wissen, dass am Ende der gewählte Souverän der Mitglieder solche Fragen entscheidet, lohnt es sich diese Fragen zu diskutieren und Anregungen daraus mitzunehmen.

Das Format wurde vom Vorbereitungsteam etwas angepasst.

Der Grundsatz aber bleibt: Kontroverse aber faire Diskussion!

Es wird also sehr spannend!

Am Samstag den 13.03.2021 von 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr

Die technische Unterstützung erfolgt durch den Bundesverband Pflegemanagement.

Anmeldung unter der Anmelde-URL: www.bv-pflegemanagement.de/termin/items/791.html

Dieser Meinung sind die am Ende des Papiers genannten Personen aus den verschiedenen Fachbereichen der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Dazu haben sie ein gemeinsames Ziel formuliert.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, die Pandemie als Ausgangspunkt zu betrachten, um etwas zu ändern. Darum wollen wir den Prozess hier nicht enden lassen, sondern darauf aufbauend in einen Diskurs eintreten, um das jetzige System schrittweise weiterzuentwickeln. Dieses Ziel und die Umsetzung der genannten Maßnahmen kann nur gemeinsam gelingen. Um die Interessen der PatientInnen und BürgerInnen zielgerichtet in die politische Diskussion auf nationaler und europäischer Ebene einzubringen, haben wir jetzt ein Zeitfenster, das wir gemeinsam nutzen wollen“.

Whitepaper als PDF

Einladung zur öffentlichen Online-Veranstaltung

6. Februar 2021 15:30 – 17:00 Uhr

Kammerdialog NRW 2

Zuhören, Verstehen und Akzeptieren

Tagesthema: Transparenz!

Nach dem sehr erfolgreichen Kammerdialog 1 im Januar 2021 haben der Errichtungsausschuss Pflegekammer NRW und Vertreter der Kammerskeptiker gemeinsam beschlossen, diesen Weg des kritischen Dialogs fortzusetzen. Eine Gruppe mit Mitgliedern aus beiden „Seiten“ gestaltet gemeinsam dieses Format.

Der Kammerdialog findet nun in 5-wöchigem Abstand statt. Mit dem Rhythmus soll dem Schichtdienst entgegengekommen werden. Die Atmosphäre des gegenseitigen Zuhörens und das gegenseitige Verstehen ist ein fester Grundsatz. Daher kommen auch weiterhin die Kammerkritiker im gleichen Maße zu Wort wie die Befürworter.

Moderation: Anton Münster,   

zertifizierter Mediator, Pflegepädagoge und

Leiter des Bildungszentrum Forum Gesundheit Lünen

Mit dem Kammerdialog NRW 2 tragen wir dem Wunsch der Teilnehmer Rechnung, mehr Diskussion zuzulassen. Dieses geschieht über je zwei sogenannte „Chatanwälte“. Diese greifen sachliche Äußerungen aus dem Chat auf und bringen sie in die Diskussion ein.

Zu Beginn werden in konzentrierten, etwa 7-minütigen Statements je zwei „Redner*innen“ ihre Positionen darlegen.

Das Thema des Tages lautet Transparenz.

Nach jedem Vortrag tragen die je zwei Chatanwälte dazu Anmerkungen, Fragen, Positionierungen vor. Sie dürfen auch Ihre persönliche Meinung vertreten.

Nach einer Stunde wird es eine Art Podiumsdiskussion geben, Chatanwälte und Referenten tauschen sich aus. Sie als Teilnehmer*innen können über den Chat Statements einbringen. Nur sachliche Positionierungen haben eine Chance zitiert zu werden.

Aus dem Format können wichtige Anregungen für die weitere Arbeit gewonnen werden. Chat und Video werden wieder aufgezeichnet.

Die technische Unterstützung erfolgt durch den Bundesverband Pflegemanagement.

Anmeldung unter der Anmelde-URL:

https://attendee.gototraining.com/r/4362817471511479042 

Wir freuen uns auf Sie!

 

Das Organisationsteam Kammerdialog

 

 

 

 

Kammerdialog NRW: Zuhören, Verstehen und Akzeptieren

Was verbindet Kritiker und Befürworter?

Mit einer ersten öffentlichen Veranstaltung betrittt der Errichtungsausschuss Pflegekammer NRW den Weg des Dialogs; gerade auch mit denjenigen, die einer Kammeridee in der Pflege skeptisch gegenüberstehen.

Das Format „Kammerdialog“ soll in einer Atmosphäre des gegenseitigen Zuhörens das gegenseitige Verstehen fördern. Bei uns kommen Kammerkritikerinnen und Kritiker im gleichen Maße zu Wort wie die Befürworterinnen und Befürworter.

Das Format und die Regeln wurden miteinander abgestimmt. Zu Beginn wurden jeweils drei Redner der Kammerskeptiker wie der Kammerbefürworter ihre Position darlegelegt. Danach können weitere Statements folgen.

Hier können Sie die alte Einladung als PDF einsehen.

 

 

Der Aufbau einer Pflegekammer für die Pflegeberufe in NRW schreitet voran. Der Zurzeit die Aufgaben einer Pflegekammer wahrnehmende Errichtungsausschuss hat die Stelle der Geschäftsführung einer Pflegekammer ausgeschrieben und den Aufgabenbereich ausformuliert. Dazu braucht es noch Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter sowie Assistenten oder Assistentinnen für die Geschäftsführung. Es gilt, eine Verwaltung für sicherlich mehr als 200 000 Personen aufzubauen. Dazu ist viel Einsatz und Engagement erforderlich.

Wer sich einer solchen Herausforderung stellen möchte, hat hier die Gelegenheit dazu:

Sandra Postel, Vorsitzende des Errichtungsausschuss Pflegekammer in NRW, war heute in der Staatskanzlei NRW beim Presse-Briefung zur aktuellen Corona-Lage ebenfalls eingeladen. Das ist aus Sicht der Pflegefachpersonen eine gute Entscheidung, Pflege und ihr Know how endlich in die Entscheidungen der Gesundheitspolitik einzubinden.

Frau Postel hat in diesem Zusammenhang um Unterstützung der Aktion "Freiwillige Registrierung von Fachpersonal" durch das MAGS NRW gebeten. Jede Pflegefachperson hat hier die Gelegenheit, sich in die Liste der FREIWILLIG HELFENDEN einzutragen und im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten zu helfen, die Corona Pandemie zu bezwingen. Wir sollten zeigen, dass wir hier zusammenstehen und den Aufruf duch zahlreiches Anmelden unterstützen

Ein Bericht über die Arbeit des Errichtungsausschusses findet sich auf der Webseite des Pflegerates NRW.

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