Der Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW besuchte am 10. Dezember 2014 das Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen mit einem Messe- und Infostand. Hier fand das 7. Symposium Pflege in der Herzchirurgie mit rund 200 Teilnehmern aus der Pflege statt. Der Förderverein wurde vertreten durch Christa Schwantes, Jasmin Steininger, Timon Pianka und Katharina Wehrhold

Einige Interessenten fanden sich bereits früh am Stand ein. Katharina Wehrhold führte unter anderem ein Gespräch mit zwei Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen im dritten Ausbildungsjahr. Sie berichteten uns, dass sie bereits durch externe Dozenten im Unterricht von der Pflegekammer erfahren haben. Beide sprachen sich für die Pflegekammer aus und zeigten weitergehendes Interesse. Ein Intensiv- und Anästhesiepfleger berichtete, dass das Thema Pflegekammer auf der Station bekannt ist, was wohl daran läge, dass viele der Mitarbeiter im Betriebsrat tätig sind und sich da dem berufspolitischen Thema nähern. Er hatte großes Interesse und nahm Informationsmaterial mit, um weiter über das Thema zu informieren. Weitere Symposiumsteilnehmer stellten zahlreiche Fragen. Es ergaben sich interessante Diskussionen, in denen die Gelegenheit des Austauschs genutzt wurde. Es wurde deutlich, dass weiterhin ein Bedarf darin besteht, das Thema Pflegekammer und den Nutzen für Pflegende bekannt zu machen.

Wir möchten hiermit noch einmal ganz herzlich dem Herz- und Diabeteszentrum und den Teilnehmern des Symposiums für die Offenheit und die Gelegenheit des Austauschs danken.

10.12.14, T. Pianka, J. Steininger, K. Wehrhold

Am 24.11.2014 waren Anja Taake und Stefan Wellensiek auf Einladung von Fr. Prof`in Dr. Latteck und Fr. Prof`in Dr. Makowsky an der FH Bielefeld. Sie waren zu Gast am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit im ersten Semester „Berufliche Bildung Pflege“ und stellten Ziele und Aufgaben einer Pflegekammer vor. Anwesend waren ca. 50 Studierende aus dem Bereich Pflege. Auch einige Therapeutinnen und Therapeuten mit Ihrer Dozentin Fr. Prof`in i.v. Dr. von der Heyden fanden den Weg in die Veranstaltung. Während und nach dem Vortrag entwickelte sich eine spannende Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen der Kammer.

Eine der aufkommenden Fragen war, ob die Pflegekammer die bestehenden Berufsverbände ersetzen kann oder möchte. Hier konnten die Vertreter des Fördervereins eine klare Stellung beziehen: Die Pflegekammer kann und soll keine Ersatzfunktion für die Berufsverbände haben. Besondere fachliche Interessen, wie z.B. durch den BLGS vertreten, bleiben auch weiterhin in verbandlicher Obhut besser aufgehoben als bei einer Kammer. Die Kammer wirkt als ein Organ, welches als Körperschaft öffentlichen Rechts definierte Aufgaben wahrnehmen wird. Die Aufgaben und Interessen der Verbände werden durch deren Mitglieder definiert und gesteuert. Somit ergibt sich eine klare Trennung. Dass die Berufsverbände die Kammer als keine Konkurrenz wahrnehmen wird auch dadurch deutlich, dass sie sich in NRW hinter den Gedanken der Kammer gestellt haben. Weiterhin wird dies auch daran sichtbar, dass der Förderverein als Mitglied im Landespflegerat NRW in ständigem Austausch mit anderen Verbandsvertretern steht.

Auf die Frage zur Errichtung einer Kammer für die Berufe Physio-, Logo- und Ergotherapie mussten Fr. Taake und Hr. Wellensiek aber eine Antwort schuldig bleiben. Zu dieser Frage gibt es noch keine klaren Tendenzen.

Weitere Fragen wurden von den Studierenden engagiert diskutiert. Wir hoffen auf eine Fortsetzung dieser Diskussion und möchten hiermit noch mal unseren Dank für die Gelegenheit des Vortrags und das entgegengebrachte Interesse aussprechen.

25.11.2014, Stefan Wellensiek

Am 21.11.2014 hatte Heinz Günter Niehus im Rahmen des Essener Pflegetages Gelegenheit das Thema Selbstverwaltung von Pflegekräften in Form einer Pflegekammer vorzustellen. Hr. Niehus konnte den ca. 150 anwesenden Pflegekräften Argumente für eine Pflegekammer vorstellen, z.B. die eigenständige Regulierung von beruflich relevanten Fragen, die Aufsicht über die Aus-, Fort- und Weiterbildung oder die kontinuierliche Information der Mitglieder. Als besonderes Ziel der Pflegekammer betonte Hr. Niehus, die Aufsicht über die fach- und sachgerechte Versorgung der Bevölkerung mit professionellen pflegerischen Leistungen sicherzustellen.

Gereon Falck (ver.di –Bezirk Essen) trat als Gegenpol zu Hr. Niehus auf. Er vertrat den Standpunkt, dass Pflegekammern nicht notwendig sind. Es ist ausreichend, wenn die Gewerkschaft die Interessen der Arbeitnehmerinnen und –nehmer vertreten. Er brachte hierbei auch die üblichen Argumente der Tarifautonomie, der Beitragspflicht und der Pflichtmitgliedschaft vor.

Die ca. 150 Teilnehmenden konnten anschließend Verständnisfragen stellen oder ein Statement „Pro“ oder „Contra“ Pflegekammern abgeben. Diese Möglichkeit wurde ausgiebig genutzt. Der Förderverein freut sich darüber, dass seine Argumente aufgenommen und verstanden wurden. Wir bedanken uns bei den Organisatoren und den Teilnehmenden für diese Gelegenheit.

Heinz Günter Niehus, 24.11.2014

Am 27. November hatte Stefan Wellensiek die Gelegenheit die Anliegen des Fördervereins in der zentralen Krankenpflegeschule am St. Franziskus-Hospital Ahlen zu präsentieren.

Auf Einladung der Schulleitung Hr. Siedenhans und des für die Berufspolitik zuständigen Fachlehrers Hr. Koschel versammelten sich ca. 80 Schülerinnen und Schüler. Anwesend waren zwei Kurse die am 1. Oktober 2014 ihre Ausbildung begonnen hatten und zwei Kurse die bereits seit ca. Jahr dabei sind. Ziele des Vortrags waren, die jungen Kolleginnen und Kollegen für das Thema Selbstverwaltung zu interessieren und den Blick für die berufspolitische Situation in NRW zu schärfen.

Die ursprüngliche Arbeitsgruppe (AG) Öffentlichkeitsarbeit des Fördervereins zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW hat bis zum Jahr 2005 verschiedene Aufgaben erledigt. Dann haben sich einige Mitglieder aus persönlichen Gründen zurückgezogen und die AG hat ihre Arbeit eingestellt. Seit 2012 ist die AG in neuer Besetzung wieder zusammengetreten.

Organisation und Aufgaben

Die AG Öffentlichkeitsarbeit besteht derzeit aus 8 Personen. Die AG-Treffen finden in ca. 2-monatlichen Abständen statt. Im Regelfall treffen wir uns in Räumlichkeiten der FH Bielefeld. Um Treffen und Absprachen zu koordinieren, nutzen wir eine webbasierte Kommunikationsplattform.

Natürlich haben wir den Junge Pflege Kongress auch in Bildern festgehalten. Ihr findet diese hinter dem Weiterlesen Link.

Am 15. Mai fand der jährliche Kongress Junge Pflege statt. Der Kongress wird ausgerichtet von einer Arbeitsgemeinschaft des DBfK, in welcher sich Schüler und Schülerinnen, bereits examiniertes Fachpersonal und Studierende der Pflegeberufe engagieren. Die AG Junge Pflege setzt sich vor allem für die Bedürfnisse von jungen Pflegenden ein und hat sich zum Ziel gesetzt ihnen Berufspolitik näher zu bringen.
 
Zum ersten Mal war auf dem Kongress Junge Pflege auch der Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen mit einem Stand vertreten. Neben den Programmpunkten des Kongresses - welche sich in diesem Jahr etwa um die Situation von Eltern chronisch kranker Kinder, die Freiberuflichkeit nach dem Examen oder die Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus gedreht haben - konnten sich die Kongressteilnehmer so direkt an unserem Stand über den Nutzen und die Notwendigkeit einer Pflegekammer informieren.

 

Der Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW e. V. wünscht allen ein frohes Osterfest!

 

Mit diesem Slogan mahnt der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe zur Gelassenheit in der Diskussion um die Pflegekammer. Vor allem soll darauf verwiesen werden, dass die Gegner der Pflegekammer sich oft unlauterer oder falscher Argumente bedienen, um Pflegende in ihrer Meinungsbildung zu beeinflussen. Gerade Arbeitgebervertreter scheuen sich nicht davor, von horrenden Mitgliedsbeiträgen, überbordender Bürokratie und Wirkungslosigkeit der Pflegekammer zu reden. Der Slogan "Keep calm and..." ist angelehnt an ein Plakat welches die britische Regierung bereits 1939 entworfen, allerdings nie veröffentlicht hat. Seitdem es wiederentdeckt wurde erfreut es sich vor allem in Großbritannien großer Beliebtheit.

Mit der Kampagne wirbt der DBfK für Vertrauen in die Pflegekammer und bittet Pflegende darum, sich bei der Meinungsbildung ein eigenes Bild von den Argumenten für und wider einer Pflegekammer zu machen. Das Motto soll Pflegende zudem dafür sensibilisieren, sich immer die Frage zu stellen, welche Interessen die Gegner der Pflegekammer verfolgen, wenn sie den Pflegenden die Selbstverwaltung ausreden wollen. Der Slogan steht derzeit unter anderem  auf Postkarten, Aufklebern und Poster zur Verfügung.

Als weitere Informationsquelle betreibt der DBfK das Portal pflegekammer-jetzt.de auf welcher auch weitere Materialien der Kampagne heruntergeladen werden können.

Am 19. März 2014 findet um 16.30 Uhr die nächste Mitgliederversammlung des Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW statt.

Veranstaltungsort ist das Bildungszentrum am Franziskus Hospital in Bielefeld! Alle Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen.