Am 21.11.2014 hatte Heinz Günter Niehus im Rahmen des Essener Pflegetages Gelegenheit das Thema Selbstverwaltung von Pflegekräften in Form einer Pflegekammer vorzustellen. Hr. Niehus konnte den ca. 150 anwesenden Pflegekräften Argumente für eine Pflegekammer vorstellen, z.B. die eigenständige Regulierung von beruflich relevanten Fragen, die Aufsicht über die Aus-, Fort- und Weiterbildung oder die kontinuierliche Information der Mitglieder. Als besonderes Ziel der Pflegekammer betonte Hr. Niehus, die Aufsicht über die fach- und sachgerechte Versorgung der Bevölkerung mit professionellen pflegerischen Leistungen sicherzustellen.

Gereon Falck (ver.di –Bezirk Essen) trat als Gegenpol zu Hr. Niehus auf. Er vertrat den Standpunkt, dass Pflegekammern nicht notwendig sind. Es ist ausreichend, wenn die Gewerkschaft die Interessen der Arbeitnehmerinnen und –nehmer vertreten. Er brachte hierbei auch die üblichen Argumente der Tarifautonomie, der Beitragspflicht und der Pflichtmitgliedschaft vor.

Die ca. 150 Teilnehmenden konnten anschließend Verständnisfragen stellen oder ein Statement „Pro“ oder „Contra“ Pflegekammern abgeben. Diese Möglichkeit wurde ausgiebig genutzt. Der Förderverein freut sich darüber, dass seine Argumente aufgenommen und verstanden wurden. Wir bedanken uns bei den Organisatoren und den Teilnehmenden für diese Gelegenheit.

Heinz Günter Niehus, 24.11.2014

Am 27. November hatte Stefan Wellensiek die Gelegenheit die Anliegen des Fördervereins in der zentralen Krankenpflegeschule am St. Franziskus-Hospital Ahlen zu präsentieren.

Auf Einladung der Schulleitung Hr. Siedenhans und des für die Berufspolitik zuständigen Fachlehrers Hr. Koschel versammelten sich ca. 80 Schülerinnen und Schüler. Anwesend waren zwei Kurse die am 1. Oktober 2014 ihre Ausbildung begonnen hatten und zwei Kurse die bereits seit ca. Jahr dabei sind. Ziele des Vortrags waren, die jungen Kolleginnen und Kollegen für das Thema Selbstverwaltung zu interessieren und den Blick für die berufspolitische Situation in NRW zu schärfen.

Die ursprüngliche Arbeitsgruppe (AG) Öffentlichkeitsarbeit des Fördervereins zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW hat bis zum Jahr 2005 verschiedene Aufgaben erledigt. Dann haben sich einige Mitglieder aus persönlichen Gründen zurückgezogen und die AG hat ihre Arbeit eingestellt. Seit 2012 ist die AG in neuer Besetzung wieder zusammengetreten.

Organisation und Aufgaben

Die AG Öffentlichkeitsarbeit besteht derzeit aus 8 Personen. Die AG-Treffen finden in ca. 2-monatlichen Abständen statt. Im Regelfall treffen wir uns in Räumlichkeiten der FH Bielefeld. Um Treffen und Absprachen zu koordinieren, nutzen wir eine webbasierte Kommunikationsplattform.

Natürlich haben wir den Junge Pflege Kongress auch in Bildern festgehalten. Ihr findet diese hinter dem Weiterlesen Link.

Am 15. Mai fand der jährliche Kongress Junge Pflege statt. Der Kongress wird ausgerichtet von einer Arbeitsgemeinschaft des DBfK, in welcher sich Schüler und Schülerinnen, bereits examiniertes Fachpersonal und Studierende der Pflegeberufe engagieren. Die AG Junge Pflege setzt sich vor allem für die Bedürfnisse von jungen Pflegenden ein und hat sich zum Ziel gesetzt ihnen Berufspolitik näher zu bringen.
 
Zum ersten Mal war auf dem Kongress Junge Pflege auch der Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen mit einem Stand vertreten. Neben den Programmpunkten des Kongresses - welche sich in diesem Jahr etwa um die Situation von Eltern chronisch kranker Kinder, die Freiberuflichkeit nach dem Examen oder die Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus gedreht haben - konnten sich die Kongressteilnehmer so direkt an unserem Stand über den Nutzen und die Notwendigkeit einer Pflegekammer informieren.

 

Der Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW e. V. wünscht allen ein frohes Osterfest!

 

Mit diesem Slogan mahnt der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe zur Gelassenheit in der Diskussion um die Pflegekammer. Vor allem soll darauf verwiesen werden, dass die Gegner der Pflegekammer sich oft unlauterer oder falscher Argumente bedienen, um Pflegende in ihrer Meinungsbildung zu beeinflussen. Gerade Arbeitgebervertreter scheuen sich nicht davor, von horrenden Mitgliedsbeiträgen, überbordender Bürokratie und Wirkungslosigkeit der Pflegekammer zu reden. Der Slogan "Keep calm and..." ist angelehnt an ein Plakat welches die britische Regierung bereits 1939 entworfen, allerdings nie veröffentlicht hat. Seitdem es wiederentdeckt wurde erfreut es sich vor allem in Großbritannien großer Beliebtheit.

Mit der Kampagne wirbt der DBfK für Vertrauen in die Pflegekammer und bittet Pflegende darum, sich bei der Meinungsbildung ein eigenes Bild von den Argumenten für und wider einer Pflegekammer zu machen. Das Motto soll Pflegende zudem dafür sensibilisieren, sich immer die Frage zu stellen, welche Interessen die Gegner der Pflegekammer verfolgen, wenn sie den Pflegenden die Selbstverwaltung ausreden wollen. Der Slogan steht derzeit unter anderem  auf Postkarten, Aufklebern und Poster zur Verfügung.

Als weitere Informationsquelle betreibt der DBfK das Portal pflegekammer-jetzt.de auf welcher auch weitere Materialien der Kampagne heruntergeladen werden können.

Am 19. März 2014 findet um 16.30 Uhr die nächste Mitgliederversammlung des Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW statt.

Veranstaltungsort ist das Bildungszentrum am Franziskus Hospital in Bielefeld! Alle Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen.

Morgen ist es soweit! Es findet der 1. Deutsche Pflegetag in Berlin statt! Wir warten gespannt auf die Ergebnisse! Die Bundeskanzlerin Angela Merkel wird den Tag eröffnen, die Pressemitteilung vom DPR ist online einzusehen. Weitere Infos hier!

Am 20.01.2014 erwarteten die Schleswig-Holsteiner die erste Pflegekammerkonferenz in Schleswig-Holstein. Nach dreijähriger Vorbereitung und intensiven Gesprächen zwischen den Parteien und Berufsverbänden der Pflege wird begonnen, was den beruflich Pflegenden in den Wahlprogrammen der SPD und Bündnis90/Grünen, in dem Koalitionsvertrag der jetzigen Landesregierung und mit dem Errichtungsbeschluss des Landtages vom 14.12.2012 (DRS 18/321) versprochen wurde - die Errichtung einer Selbstverwaltung des Pflegeberufes, die Pflegekammer.

Zur Unterstützung dieses Vorhabens ist vom Sozialministerium eine repräsentative Befragung von beruflich Pflegenden durchgeführt worden. Die Ergebnisse befürworten das gemeinsame Ziel der Landesregierung und des Pflegerats Schleswig-Holstein . Jetzt muss die Pflegekammer endlich eingerichtet werden. 51% der Befragten haben sich für eine Pflegekammer ausgesprochen, 24% waren explizit dagegen, 25% aufgrund unzureichender Information unentschieden. 52% aller Befragten erklären sich mit einem Kammerbeitrag einverstanden. Befragungen professionell Pflegender verschiedener Bundesländer zeigen, dass je besser die Befragten zur Pflegekammer informiert sind, desto häufiger sprechen sie sich für die Kammer aus; so auch in Schleswig-Holstein.

Quelle: http://www.pflegekammer-jetzt.de/