„Die Landesregierung wird aufgefordert, […] einen Prüfauftrag zu erteilen, mit dem Inhalt […] die Vor- und Nachteile einer Pflegekammer anhand einer Meinungsumfrage zu erforschen.“ Dies ist die zentrale Forderung eines Antrags der NRW CDU vom 21.04.2015. Anscheinend möchte die CDU NRW, ähnlich dem Vorbild aus anderen Bundesländern, eine Befragung der Pflegenden zum Thema Pflegekammer anstoßen.

Bereits einen Tag früher, am 20.04.2014, stellt die LAG Gesundheitspolitik der Grünen NRW einen Antrag mit dem Titel: „Pflege stärken: Arbeitssituation verbessern – Attraktivität steigern – Pflegevertretung verbessern“. Dieser Antrag steht auf der Tagesordnung der Landesdelegiertenkonferenz der Grünen NRW am 30./31. Mai 2015. Ein bedeutender Punkt in diesem Antrag bezieht sich auf die Berufsautonimie der Pflege. Die LAG fordert mehr Eigenständigkeit und die Schaffung einer Interessenvertretung für den Pflegeberuf. Weiterhin soll ein fraktionsübergreifenden Diskussionsprozess zur Einführung der Pflegekammer geführt werden. Um die Interessen der professionell Pflegenden dabei zu berücksichtigen, soll eine Befragung mit der Fragestellung „Pflegekammer? Ja oder Nein“ durchgeführt werden.

Es bleibt abzuwarten, wie die Delegiertenkonferenz sind positioniert. Auf jeden Fall verdichten sich die Zeichen, dass das Thema Pflegekammer mitten in der Landespolitik angekommen ist und ernst genommen wird. Ob eine Befragung dabei das Mittel der Wahl ist, sei vorerst noch dahingestellt. Aus Sicht des Fördervereins ist die Wahrnehmung und Diskussion des Themas auf jeden Fall erfreulich.

Beim 1. Pflegesymposium 2015 von unserem Mitglied der Franziskus Stiftung in Münster konnte während der Pausen den Teilnehmern des mittleren Managements die Intention einer Pflegekammer näher gebracht werden. Hier ein paar Eindrücke dieser Veranstaltung.

 

Die Studie zur Akzeptanz einer Pflegekammer in Berlin hat ein klares Ergebnis geliefert: 58,8% der Befragten sind dafür, lediglich 17,1% dagegen.

Weitere erste Ergebnisse sind hier zu finden. Wir halten Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden. Sobald die vollständigen Ergebnisse vorliegen werden sie an auf dieser Seite verlinkt.

Diese guten Nachrichten können uns für die Petition in NRW vielleicht den richtigen Schwung geben. Wenn nur jede dritte Pflegekraft unterschreibt werden wird die 45.000 Unterschriften knacken. Wenn jeder dieser unterschreibenden zwei oder drei Freunde, Partner, Nachbarn oder Kollegen aus anderen Gesundheitsberufen zu einer Unterschrift motivieren kann wird die Petition einen großen Erfolg haben. Jetzt gilt es: Lasst und den Pflegeberuf zukunftsfähig machen!

Hier noch mal der Link zur Petition.

 

Seit dem 31.03.2015 ist eine Onlinepetition mit dem Titel „Pflegekammer NRW JETZT!“ gestartet. Mit diesem Beitrag bittet der Förderverein zur Errichtung einer Pflegekamm in NRW Sie, das Anliegen der Petition zu unterstützen. Der Pflegerat NRW und der Förderverein haben sich hinter das Vorhaben gestellt.

Wir müssen der Petition auf jeden Fall zum Erfolg verhelfen. Dafür sind bis zum 1. Juli 2015 mind. 45.000 Unterschriften aus NRW notwendig. Um dieses Ziel zu erreichen bitten wir um Ihre Unterstützung und aktive Mithilfe. Das soll folgendermaßen aussehen:

  • Bitte laden Sie sich unter dem Link https://www.openpetition.de/pdf/unterschriftenformular/pflegekammer-nrw-jetzt Unterschriftenlisten herunter und füllen diese. Sprechen Sie Ihre Kollegen, Freunde, Partner, Patienten, Klienten, Schüler, Studierende, Verwandte usw. an und bitten Sie um eine Unterschrift. Je mehr Sie erhalten desto besser. Wer unterschreibt ist egal, es muss sich nicht ausschließlich um Pflegekräfte handeln.
  • Setzten Sie sich ein realistisches persönliches Ziel, z.B. 20, 50 oder 100 Unterschriften. In der Vergangenheit haben wir erfahren, dass solche Unterschriftenaktionen nur im persönlichen Kontakt funktionieren. Bleiben Sie neben den Menschen stehen und lassen Sie nicht locker bevor Sie eine Unterschrift haben! Reichen Sie die Bögen auch an andere weiter die gerne mitsammeln möchten, z.B. engagierte Kollegen, Schulen oder andere Stationen. Dafür empfiehlt es sich, immer ein paar Blankobögen in der Tasche zu haben.
  • Damit Sie die Bögen nicht selber eingeben müssen und wir einen Überblick über die Sammelleistung erhalten, senden Sie die ausgefüllten Bögen bitte an folgende Adresse:
    • Anja Taake, Sudbrackstr. 32, 33611 Bielefeld. Fr. Taake und weitere Freiwillige werden die Eingabe übernehmen. Bitte geben Sie die Bögen nicht selber ein.
  • Bitte schicken Sie die Bögen bis spätestens 20.06.2015 zu Fr. Taake.

Infomaterial (Flyer und eine Powerpointpräsentation) können Sie auf dieser Website herunterladen oder bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anfordern. In den nächsten Tagen wird es eine neue Broschüre und Plakate geben die Sie ebenfalls erhalten können. Sobald sie fertig sind geben wir das auf unserer Homepage bekannt. Den Fortschritt unserer Aktion werden wir zusätzlich auf unserer Facebookseite berichten.

Vielen Dank!

Für den Förderverin, Kalletal und Bielefeld, am 12.04.2015, Heinz Günter Niehus (1. Vorsitzender) und Stefan Wellensiek (2. Vorsitzender)

Wir brauchen Unterstützung!
Am 31.03.2015 eine Online Petition zu Thema Pflegekammer in NRW gestartet!

Zum Unterzeichen  der Online Petition geht es hier entlang: https://www.openpetition.de/petition/online/pflegekammer-nrw-jetzt

Da nicht alle Pflegekräfte Facebook haben, bzw. nicht über das Internet informiert werden können, druckt doch einfach den Unterschriftsbogen aus!

Wer keine Möglichkeit des Ausdruckens hat, kann uns eMail schreiben an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken und wir senden euch Bögen gerne auch per Post zu!

Vielen Dank für die Unterstützung!

Euer Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW e.V.

„Warum gab es eigentlich noch keinen Vortrag zur Pflegekammer bei uns an der Fachhochschule der Diakonie?“. Diese Frage wurde von Timon Pianka und Nils Klein an den Förderverein herangetragen. Also machten die beiden sich auf und aktivierten Fr. Prof. Dr. Tacke und ihre Kommilitonen. So gelang es schnell, einen Freiraum für einen Vortrag und einen Diskussion zu schaffen. Am 23.3.2015 folgte Stefan Wellensiek der Einladung. In 90 Minuten wurden verschiedenste Fragen zum Thema Pflegekammer bewegt und diskutiert.
Auf diesem Weg möchte der Förderverein sich bei allen Beteiligten bedanken. Wir hoffen, dass es auch in Zukunft wieder solche Gelegenheiten geben wird.
Bielefeld, den 25.03.2015, Stefan Wellensiek

Werne. Für Ludger Risse endete die jüngste Sitzung des Pflegerats Nordrhein-Westfalen mit einer Überraschung. Anlässlich des 10. Jahrestages seiner Wahl zum Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft der Pflegeorganisationen würdigten die Mitglieder des Pflegerats NRW das Engagement des Pflegedirektors am St. Christophorus-Krankenhaus in Werne für die berufspolitischen Belange der Pflege in Nordrhein-Westfalen.
Matthias Krake (Telgte) ging als langjähriger stellvertretender Vorsitzender während einer Bilderpräsentation auf das Wirken von Risse ein und bezeichnete ihn als Marathonläufer in Sachen Pflege. „In den letzten zehn Jahren sind wechselseitige Gespräche und Kontakte zwischen dem Pflegerat und Vertretern des Ministeriums und der Landtagsfraktionen zu Fragen der Entwicklung von professioneller Pflege und zu anstehenden Gesetzgebungen selbstverständlich geworden“, betonte Krake. Konkret nannte er die Mitwirkungen am Krankenhausgestaltungsgesetz NRW, am Wohn- und Teilhabegesetz oder aktuell am Gesetz zur Finanzierung der Altenpflegeausbildung in Nordrhein-Westfalen.
Über die Wahlprüfsteine und die Zukunftswerkstätten vor Landtagswahlen sei es ferner gelungen,  einen kontinuierlichen Gesprächsfaden zu pflegerischen Themen in die politischen Parteien in NRW zu knüpfen, um eine qualifizierte und nachhaltige  Pflege sicherstellen zu können. Die Darstellung der Attraktivität der Pflegeberufe für das Gewinnen junger Menschen für diese Profession sowie zahlreiche Initiativen zur Errichtung einer Pflegekammer stellten hier zwei kontinuierlich Gesprächsstränge dar.
Ludger Risse dankte den Mitgliedern des Pflegerats seinerseits für die konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung. Nur gemeinsam seien die vielfältigen Anfragen, politischen Gespräche und mündlichen Anhörungen im Landtag in den 10 Jahren leistbar und darstellbar gewesen. Angesichts der Errichtung von Pflegekammern in Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz forderte Risse die Landesgesundheitspolitiker erneut auf, in Sachen Selbstverwaltung in der Pflege nicht Träger der roten Laterne in Deutschland zu werden und hierdurch einen zielführenden Beitrag zum Erhalt der pflegerischen Daseinsvorsorge an NRW vorbeiziehen zu lassen.

Auf Einladung des Pflegedirektors Herrn Ulrich Deutsch, hatte der Vorsitzende des Fördervereins Pflegekammer in NRW Herr Heinz Günter Niehus, die Gelegenheit, die Intention einer Pflegekammer vorzustellen.

In dem gut einstündigen Vortrag konnte Herr Niehus das für und wieder einer Selbstverwaltung für Pflegefachkräfte in der rechtlichen zulässigen Form einer Pflegekammer darstellen. In der sich anschließenden Diskussion wurden die kritischen Punkte Berufsordnung oder Pflichtbeitrag zur Zufriedenheit der Anwesenden Teilnehmer erklärt.

Heinz Günter Niehus war am 19.01.2015 auf Einladung des MGEPA bei der Landesberichterstattung Gesundheitsberufe. Das Ergebnis der Berichterstattung wurde von Prof. Dr. Isfort vom DIP vorgestellt.

Zusammengefasst lässt sich das Ergebnis der Berichterstattung so darstellen “Im Westen nichts Neues“.

Für Beschäftigte im Gesundheitswesen sind die Ergebnisse schon seit Jahren am eigenen Leib zu spüren. Zuwenig Kollegen, zu viel Arbeit, schlechte bzw. immer schlechter werdende Bezahlung und zunehmender Zeitdruck bei der Versorgung der Pflegebedürftigen. Besonders in den ambulanten Pflegediensten. Dies sind Ergebnisse, die die Pflegenden schon seit mindestens 15 Jahren täglich wahrnehmen. Aber immerhin, jetzt ist es amtlich. Es bleibt abzuwarten, was die Politik daraus macht.

29.01.2015, Heinz Günter Niehus

In der ersten beiden Januarwochen hatten wir gleich zwei Einladungen: Fr. Prof. Dr. Fesenfeld hat uns am 15.01.205 in das erste Semester an der Hochschule für Gesundheit in Bochum eingeladen. Und Hr. Prof. Dr. Mertin öffnete sein Seminar am 22.01.2015 für uns an der Fachhochschule in Bielefeld am Standort in Minden. Dort hatten Stefan Wellensiek und Nils Klein vom Förderverein 4 Stunden Zeit, um mit den Studierenden über das Thema zu sprechen.

Auffällig ist, dass sowohl im ersten Semester, also sehr früh in Ausbildung bzw. Studium als auch im siebten Semester ähnliche Fragen gestellt wurden. Es ging z.B. darum warum medizinisches Personal die Aufsicht über Examensprüfungen in der Pflege führt oder um die Gründe für eine Registrierung von Pflegepersonal. Im Laufe des Vortrags konnten diese Fragen erörtert werden. Dies ist nur ein Beispiel dafür, das Pflegekammern als ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Profession besser wahrgenommen und eingeordnet werden konnten. Wir haben uns sehr gefreut zu sehen, dass die jungen Kolleginnen und Kollegen sich für das Thema interessieren. Dabei können auch wir einen Trend feststellen: je höher der Informationsgrad zum Thema Pflegekammer desto höher ist die Zustimmung. Der Großteil der Studierenden sprach sich in einer Blitzumfrage am Ende der Veranstaltung für die Einrichtung einer Pflegekammer in NRW aus.

Von dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Fr. Prof. Dr. Fesenfeld und Hr. Prof. Dr. Mertin für die Aufmerksamkeit gegenüber dem Thema und an die Studierenden beider Hochschulen für das neugierige nachfragen und das offenen Ohr.

23.01.2014, Stefan Wellnsiek, Nils Klein