Wir brauchen Unterstützung!
Am 31.03.2015 eine Online Petition zu Thema Pflegekammer in NRW gestartet!

Zum Unterzeichen  der Online Petition geht es hier entlang: https://www.openpetition.de/petition/online/pflegekammer-nrw-jetzt

Da nicht alle Pflegekräfte Facebook haben, bzw. nicht über das Internet informiert werden können, druckt doch einfach den Unterschriftsbogen aus!

Wer keine Möglichkeit des Ausdruckens hat, kann uns eMail schreiben an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken und wir senden euch Bögen gerne auch per Post zu!

Vielen Dank für die Unterstützung!

Euer Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW e.V.

„Warum gab es eigentlich noch keinen Vortrag zur Pflegekammer bei uns an der Fachhochschule der Diakonie?“. Diese Frage wurde von Timon Pianka und Nils Klein an den Förderverein herangetragen. Also machten die beiden sich auf und aktivierten Fr. Prof. Dr. Tacke und ihre Kommilitonen. So gelang es schnell, einen Freiraum für einen Vortrag und einen Diskussion zu schaffen. Am 23.3.2015 folgte Stefan Wellensiek der Einladung. In 90 Minuten wurden verschiedenste Fragen zum Thema Pflegekammer bewegt und diskutiert.
Auf diesem Weg möchte der Förderverein sich bei allen Beteiligten bedanken. Wir hoffen, dass es auch in Zukunft wieder solche Gelegenheiten geben wird.
Bielefeld, den 25.03.2015, Stefan Wellensiek

Werne. Für Ludger Risse endete die jüngste Sitzung des Pflegerats Nordrhein-Westfalen mit einer Überraschung. Anlässlich des 10. Jahrestages seiner Wahl zum Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft der Pflegeorganisationen würdigten die Mitglieder des Pflegerats NRW das Engagement des Pflegedirektors am St. Christophorus-Krankenhaus in Werne für die berufspolitischen Belange der Pflege in Nordrhein-Westfalen.
Matthias Krake (Telgte) ging als langjähriger stellvertretender Vorsitzender während einer Bilderpräsentation auf das Wirken von Risse ein und bezeichnete ihn als Marathonläufer in Sachen Pflege. „In den letzten zehn Jahren sind wechselseitige Gespräche und Kontakte zwischen dem Pflegerat und Vertretern des Ministeriums und der Landtagsfraktionen zu Fragen der Entwicklung von professioneller Pflege und zu anstehenden Gesetzgebungen selbstverständlich geworden“, betonte Krake. Konkret nannte er die Mitwirkungen am Krankenhausgestaltungsgesetz NRW, am Wohn- und Teilhabegesetz oder aktuell am Gesetz zur Finanzierung der Altenpflegeausbildung in Nordrhein-Westfalen.
Über die Wahlprüfsteine und die Zukunftswerkstätten vor Landtagswahlen sei es ferner gelungen,  einen kontinuierlichen Gesprächsfaden zu pflegerischen Themen in die politischen Parteien in NRW zu knüpfen, um eine qualifizierte und nachhaltige  Pflege sicherstellen zu können. Die Darstellung der Attraktivität der Pflegeberufe für das Gewinnen junger Menschen für diese Profession sowie zahlreiche Initiativen zur Errichtung einer Pflegekammer stellten hier zwei kontinuierlich Gesprächsstränge dar.
Ludger Risse dankte den Mitgliedern des Pflegerats seinerseits für die konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung. Nur gemeinsam seien die vielfältigen Anfragen, politischen Gespräche und mündlichen Anhörungen im Landtag in den 10 Jahren leistbar und darstellbar gewesen. Angesichts der Errichtung von Pflegekammern in Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz forderte Risse die Landesgesundheitspolitiker erneut auf, in Sachen Selbstverwaltung in der Pflege nicht Träger der roten Laterne in Deutschland zu werden und hierdurch einen zielführenden Beitrag zum Erhalt der pflegerischen Daseinsvorsorge an NRW vorbeiziehen zu lassen.

Auf Einladung des Pflegedirektors Herrn Ulrich Deutsch, hatte der Vorsitzende des Fördervereins Pflegekammer in NRW Herr Heinz Günter Niehus, die Gelegenheit, die Intention einer Pflegekammer vorzustellen.

In dem gut einstündigen Vortrag konnte Herr Niehus das für und wieder einer Selbstverwaltung für Pflegefachkräfte in der rechtlichen zulässigen Form einer Pflegekammer darstellen. In der sich anschließenden Diskussion wurden die kritischen Punkte Berufsordnung oder Pflichtbeitrag zur Zufriedenheit der Anwesenden Teilnehmer erklärt.

Heinz Günter Niehus war am 19.01.2015 auf Einladung des MGEPA bei der Landesberichterstattung Gesundheitsberufe. Das Ergebnis der Berichterstattung wurde von Prof. Dr. Isfort vom DIP vorgestellt.

Zusammengefasst lässt sich das Ergebnis der Berichterstattung so darstellen “Im Westen nichts Neues“.

Für Beschäftigte im Gesundheitswesen sind die Ergebnisse schon seit Jahren am eigenen Leib zu spüren. Zuwenig Kollegen, zu viel Arbeit, schlechte bzw. immer schlechter werdende Bezahlung und zunehmender Zeitdruck bei der Versorgung der Pflegebedürftigen. Besonders in den ambulanten Pflegediensten. Dies sind Ergebnisse, die die Pflegenden schon seit mindestens 15 Jahren täglich wahrnehmen. Aber immerhin, jetzt ist es amtlich. Es bleibt abzuwarten, was die Politik daraus macht.

29.01.2015, Heinz Günter Niehus

In der ersten beiden Januarwochen hatten wir gleich zwei Einladungen: Fr. Prof. Dr. Fesenfeld hat uns am 15.01.205 in das erste Semester an der Hochschule für Gesundheit in Bochum eingeladen. Und Hr. Prof. Dr. Mertin öffnete sein Seminar am 22.01.2015 für uns an der Fachhochschule in Bielefeld am Standort in Minden. Dort hatten Stefan Wellensiek und Nils Klein vom Förderverein 4 Stunden Zeit, um mit den Studierenden über das Thema zu sprechen.

Auffällig ist, dass sowohl im ersten Semester, also sehr früh in Ausbildung bzw. Studium als auch im siebten Semester ähnliche Fragen gestellt wurden. Es ging z.B. darum warum medizinisches Personal die Aufsicht über Examensprüfungen in der Pflege führt oder um die Gründe für eine Registrierung von Pflegepersonal. Im Laufe des Vortrags konnten diese Fragen erörtert werden. Dies ist nur ein Beispiel dafür, das Pflegekammern als ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Profession besser wahrgenommen und eingeordnet werden konnten. Wir haben uns sehr gefreut zu sehen, dass die jungen Kolleginnen und Kollegen sich für das Thema interessieren. Dabei können auch wir einen Trend feststellen: je höher der Informationsgrad zum Thema Pflegekammer desto höher ist die Zustimmung. Der Großteil der Studierenden sprach sich in einer Blitzumfrage am Ende der Veranstaltung für die Einrichtung einer Pflegekammer in NRW aus.

Von dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Fr. Prof. Dr. Fesenfeld und Hr. Prof. Dr. Mertin für die Aufmerksamkeit gegenüber dem Thema und an die Studierenden beider Hochschulen für das neugierige nachfragen und das offenen Ohr.

23.01.2014, Stefan Wellnsiek, Nils Klein

Der Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW besuchte am 10. Dezember 2014 das Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen mit einem Messe- und Infostand. Hier fand das 7. Symposium Pflege in der Herzchirurgie mit rund 200 Teilnehmern aus der Pflege statt. Der Förderverein wurde vertreten durch Christa Schwantes, Jasmin Steininger, Timon Pianka und Katharina Wehrhold

Einige Interessenten fanden sich bereits früh am Stand ein. Katharina Wehrhold führte unter anderem ein Gespräch mit zwei Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen im dritten Ausbildungsjahr. Sie berichteten uns, dass sie bereits durch externe Dozenten im Unterricht von der Pflegekammer erfahren haben. Beide sprachen sich für die Pflegekammer aus und zeigten weitergehendes Interesse. Ein Intensiv- und Anästhesiepfleger berichtete, dass das Thema Pflegekammer auf der Station bekannt ist, was wohl daran läge, dass viele der Mitarbeiter im Betriebsrat tätig sind und sich da dem berufspolitischen Thema nähern. Er hatte großes Interesse und nahm Informationsmaterial mit, um weiter über das Thema zu informieren. Weitere Symposiumsteilnehmer stellten zahlreiche Fragen. Es ergaben sich interessante Diskussionen, in denen die Gelegenheit des Austauschs genutzt wurde. Es wurde deutlich, dass weiterhin ein Bedarf darin besteht, das Thema Pflegekammer und den Nutzen für Pflegende bekannt zu machen.

Wir möchten hiermit noch einmal ganz herzlich dem Herz- und Diabeteszentrum und den Teilnehmern des Symposiums für die Offenheit und die Gelegenheit des Austauschs danken.

10.12.14, T. Pianka, J. Steininger, K. Wehrhold

Am 24.11.2014 waren Anja Taake und Stefan Wellensiek auf Einladung von Fr. Prof`in Dr. Latteck und Fr. Prof`in Dr. Makowsky an der FH Bielefeld. Sie waren zu Gast am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit im ersten Semester „Berufliche Bildung Pflege“ und stellten Ziele und Aufgaben einer Pflegekammer vor. Anwesend waren ca. 50 Studierende aus dem Bereich Pflege. Auch einige Therapeutinnen und Therapeuten mit Ihrer Dozentin Fr. Prof`in i.v. Dr. von der Heyden fanden den Weg in die Veranstaltung. Während und nach dem Vortrag entwickelte sich eine spannende Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen der Kammer.

Eine der aufkommenden Fragen war, ob die Pflegekammer die bestehenden Berufsverbände ersetzen kann oder möchte. Hier konnten die Vertreter des Fördervereins eine klare Stellung beziehen: Die Pflegekammer kann und soll keine Ersatzfunktion für die Berufsverbände haben. Besondere fachliche Interessen, wie z.B. durch den BLGS vertreten, bleiben auch weiterhin in verbandlicher Obhut besser aufgehoben als bei einer Kammer. Die Kammer wirkt als ein Organ, welches als Körperschaft öffentlichen Rechts definierte Aufgaben wahrnehmen wird. Die Aufgaben und Interessen der Verbände werden durch deren Mitglieder definiert und gesteuert. Somit ergibt sich eine klare Trennung. Dass die Berufsverbände die Kammer als keine Konkurrenz wahrnehmen wird auch dadurch deutlich, dass sie sich in NRW hinter den Gedanken der Kammer gestellt haben. Weiterhin wird dies auch daran sichtbar, dass der Förderverein als Mitglied im Landespflegerat NRW in ständigem Austausch mit anderen Verbandsvertretern steht.

Auf die Frage zur Errichtung einer Kammer für die Berufe Physio-, Logo- und Ergotherapie mussten Fr. Taake und Hr. Wellensiek aber eine Antwort schuldig bleiben. Zu dieser Frage gibt es noch keine klaren Tendenzen.

Weitere Fragen wurden von den Studierenden engagiert diskutiert. Wir hoffen auf eine Fortsetzung dieser Diskussion und möchten hiermit noch mal unseren Dank für die Gelegenheit des Vortrags und das entgegengebrachte Interesse aussprechen.

25.11.2014, Stefan Wellensiek

Am 21.11.2014 hatte Heinz Günter Niehus im Rahmen des Essener Pflegetages Gelegenheit das Thema Selbstverwaltung von Pflegekräften in Form einer Pflegekammer vorzustellen. Hr. Niehus konnte den ca. 150 anwesenden Pflegekräften Argumente für eine Pflegekammer vorstellen, z.B. die eigenständige Regulierung von beruflich relevanten Fragen, die Aufsicht über die Aus-, Fort- und Weiterbildung oder die kontinuierliche Information der Mitglieder. Als besonderes Ziel der Pflegekammer betonte Hr. Niehus, die Aufsicht über die fach- und sachgerechte Versorgung der Bevölkerung mit professionellen pflegerischen Leistungen sicherzustellen.

Gereon Falck (ver.di –Bezirk Essen) trat als Gegenpol zu Hr. Niehus auf. Er vertrat den Standpunkt, dass Pflegekammern nicht notwendig sind. Es ist ausreichend, wenn die Gewerkschaft die Interessen der Arbeitnehmerinnen und –nehmer vertreten. Er brachte hierbei auch die üblichen Argumente der Tarifautonomie, der Beitragspflicht und der Pflichtmitgliedschaft vor.

Die ca. 150 Teilnehmenden konnten anschließend Verständnisfragen stellen oder ein Statement „Pro“ oder „Contra“ Pflegekammern abgeben. Diese Möglichkeit wurde ausgiebig genutzt. Der Förderverein freut sich darüber, dass seine Argumente aufgenommen und verstanden wurden. Wir bedanken uns bei den Organisatoren und den Teilnehmenden für diese Gelegenheit.

Heinz Günter Niehus, 24.11.2014

Am 27. November hatte Stefan Wellensiek die Gelegenheit die Anliegen des Fördervereins in der zentralen Krankenpflegeschule am St. Franziskus-Hospital Ahlen zu präsentieren.

Auf Einladung der Schulleitung Hr. Siedenhans und des für die Berufspolitik zuständigen Fachlehrers Hr. Koschel versammelten sich ca. 80 Schülerinnen und Schüler. Anwesend waren zwei Kurse die am 1. Oktober 2014 ihre Ausbildung begonnen hatten und zwei Kurse die bereits seit ca. Jahr dabei sind. Ziele des Vortrags waren, die jungen Kolleginnen und Kollegen für das Thema Selbstverwaltung zu interessieren und den Blick für die berufspolitische Situation in NRW zu schärfen.