Aus Dortmund erreichte uns folgender Bericht über eine gelungene Sammelaktion:

 

Fußballfans unterstützen die Pflegekammer in NRW

Samstag, 23. Mai 2015. Das letzte Saisonspiel von Borussia Dortmund versus Werder Bremen. Diese Gelegenheit haben sich Studierende des Studiengangs Pflegewissenschaften der Uni Witten/ Herdecke zum Anlass genommen, eine organisierte Unterschriftenaktion zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW zu starten. Vor Beginn des Fußballspiels im Umkreis des Signal Iduna Parks waren die Studierenden unterwegs, um die Fußballfans zur Unterstützung der Petition zu bewegen.

Das Interesse an einer Pflegekammer und deren Forderungen war sehr groß. Besonders hervorzuheben war die positive Resonanz der 20 bis 30-jährigen. Bedauerlicherweise konnten nur drei Studierende aktiv Unterschriften sammeln und Fragen beantworten. Weitere Unterstützung blieb aus, da andere Sammler wie so oft in der Pflege krankheitsbedingte Ausfälle im Krankenhaus ausgleichen mussten. 

Kritisch anzumerken war der geringe Bekanntheitsgrad der Forderung zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW, sowie das Bestreben zur professionellen Selbstverwaltung des Pflegeberufs in NRW. Aufgrund dessen mussten der Mehrzahl der Interessierten grundlegende Informationen zur Ausgangslage und Ziele einer Pflegekammer erklärt werden.

Zusammenfassend danken wir allen Unterschriftengebern, sowie dem Förderverein Pflegekammer e.V. NRW und dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe DBfK. Abschließend ermuntern wird alle Leser, sich weiterhin aktiv für die Errichtung einer Pflegekammer in NRW einzusetzen.

A.Banovic, R. Röttgers & A. Hochmuth

 

Der Förderverein möchte auf diesem Weg noch mal allen Beteiligten Respekt und Dank aussprechen für die mutige und kreative Aktion!

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und des Fördervereins zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW

(DORTMUND) 2.000 junge Pflegende haben sich am 13. Mai 2015 in Dortmund in der Westfalenhalle II in Vorträgen über aktuelle Bildungs- und Fachthemen informiert. Der berufspolitische Apell, der an die Besucherinnen und Besucher gerichtet wurde, blieb nicht ungehört: gut 650 Schülerinnen und Schüler der Pflegeberufe haben sich auf dem Kongress dafür ausgesprochen, dass sich die Landesregierung Nordrhein- Westfalens mit der Errichtung einer Pflegkammer auseinandersetzt: sie haben mit ihrer Unterschrift eine laufende Petition unterstützt, die mit genau dieser Forderung eingerichtet wurde.

Die noch bis zum 30. Juni laufende Online-Petition „Pflegekammer NRW JETZT!“ wurde von einem Gesundheits- und Krankenpfleger mit dem Ziel eingerichtet, die Landesregierung Nordrhein-Westfalens dazu zu bewegen, sich ernsthaft mit der Errichtung einer Pflegekammer zu befassen. 45.000 Unterzeichner hat sich der Petent zum Ziel gesetzt – über 11.000 sind es bereits. Damit ist schon jetzt deutlich, dass die Diskussion über die Selbstverwaltung auch in NRW auf breiter Basis geführt wird und weiter intensiviert werden muss.

Beweggrund der beruflichen Pflege in der Forderung nach Errichtung von Pflegekammern ist die Sorge um die Zukunfstfähigkeit der Pflege in NRW. Vor allem die Fremdbestimmung hat in letzter Konsequenz zum aktuellen Pflegnotstand geführt: so wird Qualität und Anforderungen an die Pflege von Politik und Kostenträgern definiert – die Umsetzung wird unter oft mehr als erschwerten Bedingungen den Einrichtungen in die Hand gelegt. Am gesamten Prozess der Definition von Qualität sind Pflegende selbst als entscheidende Berufsgruppe unbeteiligt. Das hat dazu geführt, dass Pflegende in allen Handlungsfeldern heute deutlich unter ihren Möglichkeiten bleiben müssen und eher davon geleitet werden, was gerade noch zu vertreten ist.

Die Errichtung einer Pflegekammer wird ein deutliches Signal sein, sich von dieser Fremdbestimmung zu lösen. So wird der Pflege die Tür geöffnet, sich an der Qualitätsdiskussion wirksam zu beteiligen und aktiv dazu beizutragen, die Qualität der pflegerischen Versorgung auch aus der Perspektive der beruflichen Pflege zu gestalten.

In Rheinland-Pfalz ist die Pflegekammer bereits beschlossen, in Niedersachsen und Schleswig-Holstein wird die Gründung von Pflegekammern vorbereitet.

Download als PDF

 

Wir, Marleen und Lena, durften das erste mal das Team des Fördervereins zur Errichtung einer Pflegekammer bei einer öffentlichen Veranstaltung unterstützen.

Es war uns eine große Freude zu sehen, mit wie viel Begeisterung die Besucher der Messe auf unseren Stand reagiert haben und sich teilweise Schlangen bildeten um die Petition mit einer Unterschrift zu unterstützen.

Das Team konnte am Ende der Veranstaltung stolz auf 644 gesammelte Unterschriften zurückblicken.

Der Tag war für uns deshalb ein voller Erfolg und wir freuen uns auf weitere Veranstaltungen des Fördervereins und hoffen noch auf viele weitere Unterschriften bis zum 30.06.15 einschließlich.

Marleen und Lena

 

Link zur Online Petition

UPDATE: Bilder nach dem Umbruch

Um möglichst viele Personen auf die Petition zur Gründung einer Pflegekammer aufmerksam zu machen, haben wir als Förderverein einen Aufruf erstellt. Wir würden uns freuen, wenn Sie diesen Aufruf auf möglichst vielen Wegen an Kollegen, Freunde und Bekannte weiterleiten würden. Sie können den Aufruf als PDF herunterladen und ihn per Mail, Facebook, Twitter, oder auch gedruckt weitergeben. Helfen Sie also mit die Idee Pflegekammer in NRW wahr zu machen!

Aufruf herunterladen

Die Studierenden des Studiengangs  Journalismus und Public Relations der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen gestalten im 5. Semester ein Projekt zum Thema Öffentlichkeitsarbeit. Zu einer solchen Projektgruppe konnte ein Mitglied des Fördervereins Kontakt herstellen. Die Projektgruppe und die AG Öffentlichkeitsarbeit des Fördervereins lernten sich so kennen und beschlossen eine Kooperation. Als Ziel wurde eine Broschüre festgelegt, welche zur Information und Aufklärung zum Thema Pflegekammer beiträgt. In der Zusammenarbeit wurden sehr schnell die unterschiedlichen Kompetenzen deutlich. Diese wiedersprachen sich jedoch nicht, sondern ergänzten sich auf sehr gute Art und Weise. Vorstellungen über Inhalte, Format und Gestaltung der Broschüre wurden beraten und abgestimmt. Die Mitglieder der AG lieferten daraufhin die fachlich fundierten Texte, die durch die Studierenden der Hochschule journalistisch aufgearbeitet wurden. Der fortlaufende Austausch der Beteiligten führte so zu guten, verständlich formulierten Texten, die die notwendige inhaltliche Tiefe nicht vernachlässigen.

Da eine Broschüre nicht nur aus Texten besteht, öffneten die evangelischen Kliniken Gelsenkirchen ihre Türen für einen Fototermin. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen als Fotomodelle zur Verfügung. Hier sind fantastische Bilder entstanden, die dem Verein auch weiterhin zur Verfügung stehen. Aus diesen Bausteinen wurde eine Rohfassung erstellt. Diese erste Vorlage der Broschüre wurde überarbeitet, verbessert und geändert. Im März 2015 lag dann nach fast 4-monatiger Arbeit die Endfassung vor. Diese konnte im April einer Druckerei übergeben werden. Als „Nebenprodukt“ der Projektarbeit entstanden noch 2 Poster. Sowohl Poster als auch Broschüren können heruntergeladen oder beim Förderverein bestellt werden.

Der Vorstand des Fördervereins bedankt sich bei allen Beteiligten für den intensiven Einsatz und das herausragenden Ergebnis. Ehre, wem Ehre gebührt. Daher werden hier alle Beteiligten Benannt:

  • Projektgruppe der Westfälischen Hochschule: Jens Hoffstiepel, Janine Krimmel, Nicole Preuschoff
  • Betreuender Professor: Prof. Dr. Martin Obermeyer
  • Mitglieder der AG Öffentlichkeitsarbeit: Lena Chlapek, Nils Klein, Holger Lewe, Malin Maszurimm, Ulrike Meisel, Timon Pianka, Marleen Schneider, Jasmin Steininger, Anja Taake, Katharina Wehrholt, Stefan Wellensiek
  • Evangelische Kliniken Gelsenkirchen GmbH: Pflegedirektor Hr. Deutsch und MitarbeiterInnen

Im Namen des Vorstandes, Stefan Wellensiek, 2. Vorsitzender

Der aktuelle Antrag an den Petitionsausschuss des Landestages NRW zur Errichichtung einer Pflegekammer muss nicht nur von Pflegenden gezeichnet werden. Unterschriften lassen sich deshalb überall sammeln. So geschehen am letzten Sonntag beim Rugby Spiel Bochum/Witten RFC vs. RFC Dortmund XV. Jakob Can konnte hier 68 Unterschriften sammeln und hat uns freundlicherweise das folgende Bild zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle und immer daran denken: Die Petition muss weiterhin gezeichnet werden!

„Die Landesregierung wird aufgefordert, […] einen Prüfauftrag zu erteilen, mit dem Inhalt […] die Vor- und Nachteile einer Pflegekammer anhand einer Meinungsumfrage zu erforschen.“ Dies ist die zentrale Forderung eines Antrags der NRW CDU vom 21.04.2015. Anscheinend möchte die CDU NRW, ähnlich dem Vorbild aus anderen Bundesländern, eine Befragung der Pflegenden zum Thema Pflegekammer anstoßen.

Bereits einen Tag früher, am 20.04.2014, stellt die LAG Gesundheitspolitik der Grünen NRW einen Antrag mit dem Titel: „Pflege stärken: Arbeitssituation verbessern – Attraktivität steigern – Pflegevertretung verbessern“. Dieser Antrag steht auf der Tagesordnung der Landesdelegiertenkonferenz der Grünen NRW am 30./31. Mai 2015. Ein bedeutender Punkt in diesem Antrag bezieht sich auf die Berufsautonimie der Pflege. Die LAG fordert mehr Eigenständigkeit und die Schaffung einer Interessenvertretung für den Pflegeberuf. Weiterhin soll ein fraktionsübergreifenden Diskussionsprozess zur Einführung der Pflegekammer geführt werden. Um die Interessen der professionell Pflegenden dabei zu berücksichtigen, soll eine Befragung mit der Fragestellung „Pflegekammer? Ja oder Nein“ durchgeführt werden.

Es bleibt abzuwarten, wie die Delegiertenkonferenz sind positioniert. Auf jeden Fall verdichten sich die Zeichen, dass das Thema Pflegekammer mitten in der Landespolitik angekommen ist und ernst genommen wird. Ob eine Befragung dabei das Mittel der Wahl ist, sei vorerst noch dahingestellt. Aus Sicht des Fördervereins ist die Wahrnehmung und Diskussion des Themas auf jeden Fall erfreulich.

Beim 1. Pflegesymposium 2015 von unserem Mitglied der Franziskus Stiftung in Münster konnte während der Pausen den Teilnehmern des mittleren Managements die Intention einer Pflegekammer näher gebracht werden. Hier ein paar Eindrücke dieser Veranstaltung.

 

Die Studie zur Akzeptanz einer Pflegekammer in Berlin hat ein klares Ergebnis geliefert: 58,8% der Befragten sind dafür, lediglich 17,1% dagegen.

Weitere erste Ergebnisse sind hier zu finden. Wir halten Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden. Sobald die vollständigen Ergebnisse vorliegen werden sie an auf dieser Seite verlinkt.

Diese guten Nachrichten können uns für die Petition in NRW vielleicht den richtigen Schwung geben. Wenn nur jede dritte Pflegekraft unterschreibt werden wird die 45.000 Unterschriften knacken. Wenn jeder dieser unterschreibenden zwei oder drei Freunde, Partner, Nachbarn oder Kollegen aus anderen Gesundheitsberufen zu einer Unterschrift motivieren kann wird die Petition einen großen Erfolg haben. Jetzt gilt es: Lasst und den Pflegeberuf zukunftsfähig machen!

Hier noch mal der Link zur Petition.

 

Seit dem 31.03.2015 ist eine Onlinepetition mit dem Titel „Pflegekammer NRW JETZT!“ gestartet. Mit diesem Beitrag bittet der Förderverein zur Errichtung einer Pflegekamm in NRW Sie, das Anliegen der Petition zu unterstützen. Der Pflegerat NRW und der Förderverein haben sich hinter das Vorhaben gestellt.

Wir müssen der Petition auf jeden Fall zum Erfolg verhelfen. Dafür sind bis zum 1. Juli 2015 mind. 45.000 Unterschriften aus NRW notwendig. Um dieses Ziel zu erreichen bitten wir um Ihre Unterstützung und aktive Mithilfe. Das soll folgendermaßen aussehen:

  • Bitte laden Sie sich unter dem Link https://www.openpetition.de/pdf/unterschriftenformular/pflegekammer-nrw-jetzt Unterschriftenlisten herunter und füllen diese. Sprechen Sie Ihre Kollegen, Freunde, Partner, Patienten, Klienten, Schüler, Studierende, Verwandte usw. an und bitten Sie um eine Unterschrift. Je mehr Sie erhalten desto besser. Wer unterschreibt ist egal, es muss sich nicht ausschließlich um Pflegekräfte handeln.
  • Setzten Sie sich ein realistisches persönliches Ziel, z.B. 20, 50 oder 100 Unterschriften. In der Vergangenheit haben wir erfahren, dass solche Unterschriftenaktionen nur im persönlichen Kontakt funktionieren. Bleiben Sie neben den Menschen stehen und lassen Sie nicht locker bevor Sie eine Unterschrift haben! Reichen Sie die Bögen auch an andere weiter die gerne mitsammeln möchten, z.B. engagierte Kollegen, Schulen oder andere Stationen. Dafür empfiehlt es sich, immer ein paar Blankobögen in der Tasche zu haben.
  • Damit Sie die Bögen nicht selber eingeben müssen und wir einen Überblick über die Sammelleistung erhalten, senden Sie die ausgefüllten Bögen bitte an folgende Adresse:
    • Anja Taake, Sudbrackstr. 32, 33611 Bielefeld. Fr. Taake und weitere Freiwillige werden die Eingabe übernehmen. Bitte geben Sie die Bögen nicht selber ein.
  • Bitte schicken Sie die Bögen bis spätestens 20.06.2015 zu Fr. Taake.

Infomaterial (Flyer und eine Powerpointpräsentation) können Sie auf dieser Website herunterladen oder bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anfordern. In den nächsten Tagen wird es eine neue Broschüre und Plakate geben die Sie ebenfalls erhalten können. Sobald sie fertig sind geben wir das auf unserer Homepage bekannt. Den Fortschritt unserer Aktion werden wir zusätzlich auf unserer Facebookseite berichten.

Vielen Dank!

Für den Förderverin, Kalletal und Bielefeld, am 12.04.2015, Heinz Günter Niehus (1. Vorsitzender) und Stefan Wellensiek (2. Vorsitzender)