Donnerstag, 7. September 2017

Düsseldorf – Die nordrhein-westfälische Landesregierung will einem Bericht zufolge die Rolle von Pflegekräften im Gesundheitswesen stärken. Wo über Pflege entschieden werde, sitze „oftmals keiner von der Pflege mit am Tisch“, sagte Landesgesundheits­minister Karl-Josef Laumann (CDU) dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Pflegerichtlinien würden demnach vor allem von Vertretern der Ärzte, Krankenkassen und Kliniken gemacht. „Das Berufsbild muss als eine eigene Profession im Gesund­heits­wesen aufgewertet werden, auch damit der Beruf für mehr Abiturienten attraktiv wird“, sagte Laumann. Er kündigte dem Bericht zufolge eine eigene Interessen­vertretung der Pflegenden in Nordrhein-Westfalen (NRW) an.

Laumann hatte sich auch früher schon für die Errichtung von Pflegekammern als Interessenvertretung der gemeinsamen Selbstverwaltung ausgesprochen. Dem Deutschen Ärzteblatt hatte er bereits Ende Juni in einem Kurzinterview gesagt, er befürworte die Errichtung von Pflegekamemrn „sehr“. Als Landesgesundheitsminister kann er die Bildung einer Pflegekammer in NRW nun selbst vorantreiben. © dpa/aerzteblatt.de