Werne. Für Ludger Risse endete die jüngste Sitzung des Pflegerats Nordrhein-Westfalen mit einer Überraschung. Anlässlich des 10. Jahrestages seiner Wahl zum Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft der Pflegeorganisationen würdigten die Mitglieder des Pflegerats NRW das Engagement des Pflegedirektors am St. Christophorus-Krankenhaus in Werne für die berufspolitischen Belange der Pflege in Nordrhein-Westfalen.
Matthias Krake (Telgte) ging als langjähriger stellvertretender Vorsitzender während einer Bilderpräsentation auf das Wirken von Risse ein und bezeichnete ihn als Marathonläufer in Sachen Pflege. „In den letzten zehn Jahren sind wechselseitige Gespräche und Kontakte zwischen dem Pflegerat und Vertretern des Ministeriums und der Landtagsfraktionen zu Fragen der Entwicklung von professioneller Pflege und zu anstehenden Gesetzgebungen selbstverständlich geworden“, betonte Krake. Konkret nannte er die Mitwirkungen am Krankenhausgestaltungsgesetz NRW, am Wohn- und Teilhabegesetz oder aktuell am Gesetz zur Finanzierung der Altenpflegeausbildung in Nordrhein-Westfalen.
Über die Wahlprüfsteine und die Zukunftswerkstätten vor Landtagswahlen sei es ferner gelungen,  einen kontinuierlichen Gesprächsfaden zu pflegerischen Themen in die politischen Parteien in NRW zu knüpfen, um eine qualifizierte und nachhaltige  Pflege sicherstellen zu können. Die Darstellung der Attraktivität der Pflegeberufe für das Gewinnen junger Menschen für diese Profession sowie zahlreiche Initiativen zur Errichtung einer Pflegekammer stellten hier zwei kontinuierlich Gesprächsstränge dar.
Ludger Risse dankte den Mitgliedern des Pflegerats seinerseits für die konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung. Nur gemeinsam seien die vielfältigen Anfragen, politischen Gespräche und mündlichen Anhörungen im Landtag in den 10 Jahren leistbar und darstellbar gewesen. Angesichts der Errichtung von Pflegekammern in Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz forderte Risse die Landesgesundheitspolitiker erneut auf, in Sachen Selbstverwaltung in der Pflege nicht Träger der roten Laterne in Deutschland zu werden und hierdurch einen zielführenden Beitrag zum Erhalt der pflegerischen Daseinsvorsorge an NRW vorbeiziehen zu lassen.